Der Geist
Der Geist ist wie eine Mühle: Was man hineingibt, mahlt er. Die Kirchenväter lehren uns, dass der menschliche Geist wie eine Mühle ist: Er arbeitet unaufhörlich. Die Frage ist nicht, ob er mahlt, sondern was wir hineingeben. Wenn wir unseren Geist mit Bosheit, Neid, Furcht, Verurteilung und Sorge nähren, wird dies in unseren Worten und Taten Früchte tragen. Doch wenn wir ihn mit Gebet, der Heiligen Schrift, den Lehren der Heiligen und reinen Gedanken nähren, wird unsere Seele Frieden und Licht finden. Deshalb ist es so wichtig, das Wort Gottes zu lesen, an den heiligen Stunden teilzunehmen und die Worte, die uns Christus näherbringen, in unseren Herzen zu bewahren. Sie werden zu einem Schatz, aus dem die Seele täglich genährt wird. Von dem großen Einsiedler Abt Philemon wird berichtet, dass er den Psalter so oft las, dass er gestand, die Psalmen seien ihm so nah geworden, als kämen sie aus seinem eigenen Herzen. So sollte es auch mit uns sein. Lasst uns unseren Geist mit Gedanken ...